
- Käse des Monats
Mit St Maure de Touraine holt man sich ganz viel weiblich gestaltete Geschichte an den Gaumen.
Jahrhundertelang pflegten ausschließlich Frauen die Rezepte und Herstellung dieser Ziegenkäse. Die Tradition wurde von Großmüttern an ihre Enkelinnen weitergegeben.
Eine Legende berichtet, das die Einführung der Ziegenzucht auf die arabischen Invasionen in der Karolingerzeit zurückzuführen sei. Nach der Niederlage der Sarazenen in Poitiers, hätten die hinterbliebenen arabischen Frauen der lokalen Bevölkerung beigebracht, wie man diesen Käse herstellt – das könnte den Namen St Maure de Touraine erklären…
Die geschickten Tourangelle Bäuerinnen entwickeln und verfeinerten die Rezepte über die Zeit und verbesserten sie weiter.
Ein unverkennbares Wiedererkennungssymbol der Käserolle ist der Halm Roggenstroh im Inneren.
Er diente in früheren Zeiten der Haltbarkeit und auch dem einfacheren Transport. Heute ist es eine Art Marken- und Qualitätskennzeichen, welches der ursprungsgeschütze Käse (AOP) aufweisen muss. Auf dem Strohhalm ist jetzt die Zulassungsnummer und der Name des Herstellers zu finden. Den Strohhalm entfernt man vor dem Anschneiden des Käses. Die meisten St Maure Rollen werden mit essbarer Pflanzenasche verfeinert. Diese gibt ihm eine eigene Note und macht ihn auch haltbarer.
Das der Käse schon lange eine Berühmheit ist, kann man auch in einem Werk von Honoré de Balsac nachlesen. In seinem Roman „La Rabouileuse“ lobt er diesen Käse und unterstreicht seine Wertschätzung für diesen regionalen Gaumenschmaus und seine tiefe Verankerung in der französischen Kulinarik!
Ich höre schon den Korken aus meiner Weinflasche ploppen. Am besten ein leichter französischer, am idealsten aus der Loire- Region.. Eine Rolle St. Maure de Touraine, ein paar Nüsse, ein wenig Honig, vielleicht ein paar Stückchen Bitter-Schokolade, Genusspartner*innen wären ideal, oder einfach ein gutes Buch (Balsac?) – hach, Wintermonate kann man sich doch nett gestalten!
Eure Daniela Königsfeld

Mit St Maure de Touraine holt man sich ganz viel weiblich gestaltete Geschichte an den Gaumen.
Jahrhundertelang pflegten ausschließlich Frauen die Rezepte und Herstellung dieser Ziegenkäse. Die Tradition wurde von Großmüttern an ihre Enkelinnen weitergegeben.
Eine Legende berichtet, das die Einführung der Ziegenzucht auf die arabischen Invasionen in der Karolingerzeit zurückzuführen sei. Nach der Niederlage der Sarazenen in Poitiers, hätten die hinterbliebenen arabischen Frauen der lokalen Bevölkerung beigebracht, wie man diesen Käse herstellt – das könnte den Namen St Maure de Touraine erklären…
Die geschickten Tourangelle Bäuerinnen entwickeln und verfeinerten die Rezepte über die Zeit und verbesserten sie weiter.
Ein unverkennbares Wiedererkennungssymbol der Käserolle ist der Halm Roggenstroh im Inneren.
Er diente in früheren Zeiten der Haltbarkeit und auch dem einfacheren Transport. Heute ist es eine Art Marken- und Qualitätskennzeichen, welches der ursprungsgeschütze Käse (AOP) aufweisen muss. Auf dem Strohhalm ist jetzt die Zulassungsnummer und der Name des Herstellers zu finden. Den Strohhalm entfernt man vor dem Anschneiden des Käses. Die meisten St Maure Rollen werden mit essbarer Pflanzenasche verfeinert. Diese gibt ihm eine eigene Note und macht ihn auch haltbarer.
Das der Käse schon lange eine Berühmheit ist, kann man auch in einem Werk von Honoré de Balsac nachlesen. In seinem Roman „La Rabouileuse“ lobt er diesen Käse und unterstreicht seine Wertschätzung für diesen regionalen Gaumenschmaus und seine tiefe Verankerung in der französischen Kulinarik!
Ich höre schon den Korken aus meiner Weinflasche ploppen. Am besten ein leichter französischer, am idealsten aus der Loire- Region.. Eine Rolle St. Maure de Touraine, ein paar Nüsse, ein wenig Honig, vielleicht ein paar Stückchen Bitter-Schokolade, Genusspartner*innen wären ideal, oder einfach ein gutes Buch (Balsac?) – hach, Wintermonate kann man sich doch nett gestalten!
Eure Daniela Königsfeld






